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Die Rockwelt trauert um eine ihrer markantesten Stimmen: Gary Stephen „Angry“ Anderson, legendärer Frontmann der australischen Hardrock-Band Rose Tattoo, ist am 21. September 2026 im Alter von 79 Jahren verstorben.
Zuvor hatte der Musiker während der europäischen Abschiedstournee „One Last Ride“ in Deutschland einen schweren Herzstillstand erlitten. Trotz intensiver medizinischer Betreuung im Krankenhaus erholte sich die Rock-Ikone nicht mehr von den Folgen.
Ein Leben für den harten Rock ’n‘ Roll
Geboren am 5. August 1947 in Melbourne, prägte Anderson mit seiner kahlen Rasur, den markanten Tätowierungen und seiner kraftvoll-rauen Stimme das Image des australischen Pub-Rocks wie kaum ein anderer. 1976 stieß er zu Rose Tattoo und schuf mit der Band zeitlose Klassiker wie „Bad Boy for Love“, „Rock ’n‘ Roll Outlaw“ und „Nice Boys“ – Songs, die Generationen von Musikern prägten und unter anderem von Guns N‘ Roses gecovert wurden. Rose Tattoo galt neben AC/DC als die Speerspitze des energetischen, schnörkellosen Blues- und Hardrock aus Down Under.
Überraschende Welterfolge und Schauspielkarriere
Neben dem harten Rock bewies Anderson auch ein Gespür für sanfte Töne. Seine Solo-Ballade „Suddenly“ schaffte 1987 den Sprung in die internationalen Charts, als sie in der Kult-Soap „Nachbarn“ (Neighbours) während der Hochzeit der Charaktere von Kylie Minogue und Jason Donovan lief.
Auch auf der Kinoleinwand hinterließ er bleibenden Eindruck: Im Endzeit-Klassiker „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ (1985) spielte er an der Seite von Mel Gibson und Tina Turner die unvergessliche Rolle des Handlangers „Ironbar“ Bassey.
Ein lautstarker Charakter verlässt die Bühne
Anderson war zeit seines Lebens eine streitbare und facettenreiche Persönlichkeit. Er engagierte sich stark für wohltätige Zwecke, insbesondere für benachteiligte Jugendliche und den Kinderschutz, erntete im Laufe der Jahre jedoch auch Kritik für seine politischen Positionen.
Mit seinem Tod verliert Australien nicht nur einen wegweisenden Musiker, sondern auch eines seiner bekanntesten Gesichter der Popkultur. Seine kompromisslose Energie auf der Bühne und sein musikalisches Erbe werden der Rockwelt für immer erhalten bleiben.
Ich finde es traurig, dass Anderson nun den Himmel rockt aber er hat viele tolle Songs gemacht und er war ein sehr natürlicher Musiker. Wie waren seine Worte immer? „Brother and Sister“ und zeigt immer wieder, wie eng er mit dem Puplikum war. RIP